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Was ist pferdegestützte Therapie?


Sprechen ohne Worte

Handeln durch Fühlen

Bewegen durch bewegt werden

Lernen durch Erfahrung

Beziehung ohne Anstrengung

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Pferde zu begegnen berührt, beeindruckt und fordert heraus. Das Pferd ist der eigentliche Therapeut in der Reittherapie. Ich unterstütze es und führe den Klienten behutsam an das Tier Pferd. In der pferdegestützten Therapie geht es um den Umgang mit dem Pferd. Das Reiten selber ist natürlich auch Bestandteil, je nach Anspruch und Bedürfnissen des Klienten. 

Ein Pferd will überzeugt werden, etwas zu tun. Dies eröffnet einen Lernprozess in der Reittherapie. z. B. muss geklärt werden, was man will vom Pferd, wie man einwirkt auf das Pferd. Der Umgang mit dem Tier weckt Bindungsfähigkeiten. Es geht um den Beziehungsaufbau zum Pferd. Das Pferd wird gepflegt, man kann es am Strick führen oder auf ihm reiten. Dazu benötigt es zentrale Fähigkeiten wie Kontaktaufnahme, Einfühlung, Impulssteuerung. 

Wie es zu einem gelingenden Kontakt zwischen Klient und Pferd kommt wird mit der Unterstützung  der Reittherapeutin in der Stunde geübt. 

Der Umgang mit dem Pferd eröffnet Stärken und Defizite. Es werden in der Auseinandersetzung mit dem Pferd Fragen rund um die Identität (wer bin ich, wer bist du) aktuell.
Um das Pferd anzuleiten braucht es auch kommunikative Fähigkeiten, sei es nonverbal oder verbal. Ein Pferd reagiert sehr fein auf sein Gegenüber und gibt sofort Rückmeldung. Man lernt auch, sich durchzusetzen, wird selbstbewusster und erlebt oft überraschende und tief beglückende Erlebnisse.

Durch die Arbeit mit dem Pferd werden körperliche, emotionale, kognitive und soziale Fähigkeiten gefördert.


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Geschichtliches zur Reittherapie

Therapeutisches Reiten dürfte so alt sein wie das Pferd an der Seite des Menschen. In der Antike lobte der griechische Arzt Hippokrates den beruhigenden Rhythmus des Reitens. Kaiser Tiberius linderte auf ärztlichen Rat seine Behinderung durch Reiten. Im 16. Jahrhundert war Reiten eine Beruhigungstherapie. Auch in den folgenden Jahrhunderten wurden Pferde zu Heilzwecken eingesetzt. Durch die Einführung der Autos liess die Bedeutung der Pferde nach. Erst in den 1960-ern entdeckte man die Reittherapie neu und heute ist sie eine anerkannte Therapieform. 

Die Reittherapie wird als Ergänzung anderer Therapieformen angewendet. Auch bei Therapiemüdigkeit kann sie enorm viel bewirken.

Blockaden lösen sich, Selbstheilungskräfte werden aktiviert und der Klient erhält neue Inpute.

Die Arbeit mit dem Pferd und das Reiten an sich sprechen den Menschen ganzheitlich und über alle Sinne an. Sie fördert körperliche, emotionale, geistige und soziale Fähigkeiten.


Anwendungen - wo kann pferdegestützte Therapie etwas bewirken

  • Stressfolgeerkrankungen
  • Depressive Zustände
  • Angst
  • Kommunikations- und Beziehungsprobleme
  • Lernschwierigkeiten
  • Mangelndes Körperbewusstsein
  • Aufmerksamkeitsdefizit-Störungen
  • Psychomotorische Entwicklungsstörungen
  • Verhaltensauffälligkeiten wie aggressives Verhalten, gehemmtes Verhalten
  • Störungen der Impulskontrolle
  • Geistige Beeinträchtigungen
  • Prävention Sucht, Gaming, Ess-Störungen

Ziele - was kann erreicht werden

  • Stärkung des Selbstbewusstseins
  • Lernen von Rücksichtnahme und Vertrauen
  • Förderung des Verantwortungsbewusstseins
  • Verbesserung der Beweglichkeit und Freude an der Bewegung in der Natur
  • Verbesserung des Gleichgewichts und der Koordination
  • Fördern der nonverbalen und verbalen Kommunikationsfähigkeiten
  • Abbau von Ängsten
  • Entspannung

Wir müssen von
Zeit zu Zeit eine Rast
einlegen und warten, bis
unsere Seelen uns 
wieder eingeholt haben

(Indianische Weisheit)

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